Dienstag, 5. April 2011

Pearl Harbor und ein kurzer Rollerausflug

Am Samstag hatte Tricia frei und wir konnten gemeinsam zu Pearl Harbor fahren! Das hatte zum Vorteil, dass Tricia nicht alleine vor ihrer Abreise dahin musste und wir keinen Bus nehmen brauchten. Danach war eigentlich auch noch North Shore geplant, wir wollten nochmal die großen Wellen genießen und vom Felsen springen, der ja leider das letzte Mal gesperrt war, Tricia hatte aber noch zu viel zu tun zwecks Umzug, so dass wir gegen 16 Uhr wieder zu Hause waren. Jetzt aber erstmal zu Pearl Harbor, der mir sehr imponiert hat und auf den ich mich besonders sehr gefreut habe!
Wir fuhren also gegen 10 Uhr morgens in Richtung Pearl City und den berühmten Pearl Harbor. Mein Opa wird bestimmt ganz verrückt, wenn er das jetzt liest, schließlich wollte er ja unbedingt einmal nach Hawaii und sich das ansehen - ich hoffe, ich kann ihm das dadurch etwas näher bringen! :)
Zuerst haben wir uns nur etwas auf dem Gelände umgesehen, bevor wir uns entschieden, das U-Boot, die USS-Bowfin, auch von innen zu bestaunen. Das hat uns zwar 10$ gekostet, aber das war es wert. Wir wurden vor dem Eingang abgefangen und es wurde zunächst ein Bild gemacht mit dem U-Boot im Hintergrund. Nach dem Besuch sollte uns dieses Foto als Art "alte Zeitung" mit unserem Bild auf der ersten Seite zum Kauf angeboten werden. Wir haben auch zugeschlagen, da es wirklich eine gute Idee ist und lustig aussieht! Wir sind dann also über die Treppen auf´s Boot und haben unsere tragbaren Info-Player angeschaltet, um den entsprechenden Nummern und zugehörigen Beiträgen quer durchs Innere zu folgen. Zu Beginn sahen wir die enormen Raketen-Abschuss-Apparaturen, in die Raketen der Größe XXL geschoben wurden. Kein Wunder, dass die damals alles zerbombten... Es ging weiter durch den "Wohnbereich", d.h. die Schlafzimmer, Küche, Bäder, Essensraum, und schließlich in den Maschinenraum. Alles ist hierbei sehr eng und klein, ich kann mir nicht vorstellen, dass es zu keinen Problemen kam wenn es mal schnell gehen musste! Und dann waren wir auch schon durch, kurz aber sehr interessant! 
Jetzt also noch schnell unsere Zeitung abstauben und nach einer kurzen Essenspause ging es auf die andere Seite zu den beiden kostenlosen Museen, die mit vielen Bildern und Texten erzählten, wie damals alles von Statten ging. Es wurde auch ein kurzer Film gezeigt, der alles (zu sehr patriotisch) darstellte und verdeutlichte, wie böse und hinterhältig die Japaner doch damals waren und einfach innerhalb von 2 Stunden das ganze amerikanische Militär in Hawaii zunichte machten! Wie können die doch auch nur von Norden und nicht wie erwartet von Süden und dann auch noch aus der Luft und nicht per Schiff angreifen, Mensch, sowas ist doch unfair... Wir bekamen den Einfluss des deutschen Nazitums vor Augen geführt und wie groß doch die Anhängerschaft in Japan war. Beeindruckend, wie das mit Bildern dargestellt und illustriert wurde. Zum Schluss, wir waren schon fast auf dem Nachhauseweg, abgeschreckt von einer langen Menschenschlange, überredete ich die beiden Mädels noch, uns auch das Arizona Memorial anzuschauen, es wäre doch schade, dass nur von weitem zu sehen und es nicht anzusteuern. Wir gingen also zum Informationsstand, um uns kostenlose Eintrittskarten zu besorgen. Zunächst wurde uns ein 30min. Film gezeigt, der wieder sehr patriotisch den Sachverhalt erläuterte, aber dennoch sehr interessant und überaus informativ war, mir persönlich trotz enormer Vaterlandsliebe sehr gut gefallen hat. Anschließend ging es auf eine kurze Bootsfahrt hinüber zu jener Gedenkstätte.
Arizona Memorial
Das Arizona Memorial ist über das Boot der USS Arizona gebaut, ohne es zu berühren und gilt als Mahnmal für die über 1000 verstorbenen Leute, die am 07. Dezember 1941 beim Angriff der Japaner auf Pearl Harbor in diesem Boot ums Leben kamen. Die meisten der Toten wurden nie aus dem Wrack geborgen und die Gebeine befinden sich noch heute unterhalb des Meeresspiegels. Wir konnten überall austretendes Öl erkennen, das auch als die "Tränen der Arizona" bezeichnet wird. 
Jährlich wird das Memorial von über einer Million Menschen besucht, und am Samstag von uns! Nach Besichtigung des beeindruckenden Mahnmals ging es wieder mit dem Schiff zurück auf Festland. Von da konnten wir noch einige gute Fotos aus naher Distanz zur Arizona schießen. Für ein weiteres Boot, das Kriegsschiff USS Missouri, wollten jetzt jedoch kein Geld mehr ausgeben, es soll auch ähnlich der anderen, bereits gesehenen USS Bowfin sein. Wir machten uns also auf den Heimweg, aber knapp 5 Stunden Geschichte reichen auch! Zurückblickend lässt sich festhalten, dass die Filme am informativsten waren, der Besuch sich aber auf jeden Fall sehr gelohnt hat! An dieser Stelle auch der Hinweis an meinen Opa: Flieg doch wirklich nochmal nach Hawaii und schau es dir an! Was meinst du?!
Am nächsten Tag wollten wir einen genüsslichen Ausflug mit dem Roller machen. Wir hatten die Möglichkeit, uns hier im Hostel die Roller zweier anderer Gäste für je 20$ am Tag leihen zu können, so war der Plan! Da es die Tage vorher nie geklappt hatte und es ab heute eigentlich schlechter werden sollte, schien uns der gestrige Sonntag gut geeignet, um auf mobiler Art die Westküste der Insel zu erkunden und einen kleinen Abstecher nach Sandy Beach zu machen, einem Strand, der schon mehrfach unter die Top10 der weltweit schönsten Strände gewählt wurde (das werden sie aber anscheinend alle, denn egal wo wir waren, ob hier oder Australien, viele Strände waren schon mehrfach in den Top10, ist wohl eher eine Top50...). Wir hatten also alles startklar gemacht und sogar Helme aufgesetzt (obwohl man hier ohne Helm fahren darf, dafür aber nicht zu zweit auf einem 50er Roller...). Ich war gerade dabei, den Schlüssel umzudrehen, da hörte ich das Scheppern einen eisernen Gartentores! Ich blickte nach links und musste feststellen, dass Änni schon mal ohne mich losgedüst war, aber auch nur bis ins 2m entfernte, geöffnete und vor einer Mauer befindliche Gartentor gekommen war! Ich schrie sofort, sie solle einfach nichts weiter machen, denn sie versuchte, den Roller aus der Position zu befreien. Das schaffte sie letztendlich auch, dennoch passierte genau das, was ich befürchtet hatte: Sie hob den Roller an den Griffen herum und betätigte dabei dem Gasgriff, so dass sich der Roller in Fahrt setzte und Änni halb im Sitzen, halb im Liegen hinterher"fuhr", so lange, bis sie kurz über den Boden schleifte und den Roller los ließ. Dieser schlitterte dann noch kurz über den Asphalt, bis beide liegen blieben. Änni sprang glücklicherweise gleich auf, so dass ich beruhigt sein konnte, dass ihre 5-Meter-Abenteuerfahrt ein glimpfliches Ende genommen hatte. Der Roller sah auf den ersten Blick ganz schön verkratzt aus, was sich aber letztendlich als Dreck herausstellen sollte. Neben 4 großen Kratzern am Unterboden und dem Seitenbereich blieben nur ein abgebrochener Bremsgriff und ein demolierter Spiegel als Schäden zurück, Glück gehabt! 
Auch der Bremshebel hält nur noch sporadisch... :D
Insgesamt wird uns das ganze ca. 75 - 100$ kosten, dafür geht´s meiner Süßen aber auch gut und ihr ist bis auf einige Schürfwunden und blutige Knie nichts passiert! Wir bekamen auch sofort Hilfe von allen angeboten, jeder konnte ja das Spektakel verfolgen. Ich schreibe euch das auch nur, weil Änni mittlerweile selbst darüber lacht und es recht lustig findet! Macht sie sich einfach ohne mich aus dem Staub und steuert direkt auf das Gartentor zu, was sie sich dabei nur gedacht... Also macht euch keine Sorgen, ihr geht es hervorragend - nur will sie so schnell keinen Roller mehr fahren! :)
Überall Wehwehchen, aber Fabu`s Bärchenpflaster helfen! :)
Für die nächsten Tage war eigentlich Kailua angesagt, das wurde jedoch von Seiten unseres Hosts abgesagt, so dass wir jetzt noch hier bleiben, bevor wir dann am Donnerstag abend um 22.21Uhr (Freitag früh 10.21Uhr MEZ) den Flieger nach Los Angeles nehmen, leider! Mir gefällt es hier sehr gut, ich könnte noch eine ganze Weile hier bleiben! Aber es wird auch schön an der Westküste, denn da gibt es mal wieder mehr Städte-Sightseeing und nicht nur gammeln wie wir es hier gerade haben! :)

Zu guter Letzt möchte ich noch einen persönlichen Gruß an einen deutschen Studenten in den Niederlanden senden, der immer up to date ist und uns alle ihm gestellten Fragen ohne großes Zögern beantworten kann! Wir hätten uns sehr gefreut, wenn deine Studie finanziert worden wäre, dann hätten wir bald das Vergnügen einer gemeinsamen Zeit an der Westküste der Staaten. So reisen wir alleine weiter und bestellen dir (und deiner Angebeteten) die herzlichsten Grüße aus dem überragenden Hawaii! :)
(Na, zufrieden?! :D)

Donnerstag, 31. März 2011

Diamond Head, Manoa Waterfalls und Waikiki

Wir haben die Zeit zurück auf Oahu genutzt, um uns die Dinge anzuschauen, die wir aus Zeitgründen in der ersten Woche nicht erledigen konnten. Und dazu zählte auf jeden Fall Diamond Head! Änni war an diesem Tag etwas kaputt, so dass ich mit Tricia alleine auf den Gipfel des Vulkans westlich von Waikiki ging. Nach einer kurzen Fahrt und einem ca. 45min., sehr schönen Aufstieg konnten wir ganz Waikiki und Honolulu überblicken und hatten eine einzigartige Sicht auf die Schönheit dieses Fleckens der Erde! Mit einem Trial-Pfad ausgestattet konnten wir an schmalen Klippen den sicheren Aufstieg wagen und betätigten uns auch noch sportlich, denn am Schluss gab es mehrere Treppen zu überwinden! Doch es hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Nach diesem anstrengenden Tag wurde der Abend bei einem kühlen Bier und frühzeitigem Schlafengehen beendet! Nach Wäschewaschen am nächsten Morgen gingen wir in den nördlichen Teil von Honolulu, denn hier schließt sich sofort der Regenwald an. Wieder mussten wir einen nicht kurzen Fussmarsch von ebenfalls ca. 45min hinlegen, über Stock und Stein, um unser Ziel, den Manoa Wasserfall, zu erreichen. Und wie es sich im Regenwald gehört, bestand der Weg aus einem dünnen Pfad, der von schmerzenden Steinen durchsät war.
Ich konnte nämlich meine Flip-Flops nicht anbehalten, da diese mir den ganzen Matsch an die Beine spritzten, also hieß es barfuss wandern.
Änni behielt ihre Schuhe an, was bedeutete, dass sie wie ein kleines Schweinchen aussah! Der Wasserfall war letztendlich nicht so der Brüller, er war zwar recht hoch und nicht eine Miniaturausgabe wie die Wasserfälle davor, dennoch war er nicht das, was v.a. ich erwartete! Kein Becken zum schwimmen, Zugang verboten und auch kein Platz, um den ganzen Wasserfall fotografieren zu können!
Naja... Also wieder Richtung Heimat wandern und versuchen, ob wir im Ala Moana Shopping Center für mich ein paar neue, günstige Flip-Flops finden, meine aus Cairns, diese 2$-Treter haben einen hervorragenden Dienst getan, doch am Höhepunkt ihrer Karriere (sie waren mit einem Haarband repariert worden, nennt mich McGyver...) war dann doch Schluss für sie! Und ich wurde tatsächlich fündig! Braune O´Neill für nur 18$, das konnte sich sehen lassen! Ist mittlerweile das vierte Paar, das ich auf unserer Reise brauche...
Dann hieß es Abschied nehmen, wir waren ja insgesamt jetzt schon 2 Wochen beim Couchsurfen, wollten aber auch mal wieder raus und runter ans Meer! Tricia hat uns zum Honolulu Zoo gefahren, der direkt neben Waikiki liegt. Dort konnten wir bequem zu unserem gewünschten Hostel laufen. Wir suchten uns das Polynesian Hostel, das zwar auf Hostelworld.com recht schlecht abgeschnitten hat, aber dafür sehr günstig war! Ich muss allerdings gestehen, dass dieses Hostel keineswegs so schlecht ist, wie das manche erzählen! Wir fühlen uns hier sehr wohl, liegen mehrere Stunden am Tag in der Hängematte und genießen das Ambiente der anderen Gäste! Alles in allem lohnen sich die 24$/Tag für`s 4-Bett-Zimmer absolut! Das hier angebotene Inklusiv-Frühstück besteht zwar nur aus Toast, Pflaumenmarmelade und Kaffee, der manchmal warm und manchmal kalt ist, aber immerhin wird was angeboten im Gegensatz zu anderen, teureren Hostels! Und Bodyboards sind auch for free, so dass wir es uns natürlich nicht haben nehmen lassen, damit an den Strand zu gehen und unser Glück beim "Wellenreiten" zu versuchen. Wir mussten allerdings feststellen, dass es deshalb hier so gute Wellen gibt, weil das flache Meer von Korallen durchsetzt ist, die das Entstehen von Wellen fördern! Bis auf Waimea Beach in Northshore haben wir noch keinen wellenreichen Strand gesehen, der keine Korallen im Wasser hatte und man somit keine Angst haben musste, sich die Birne anzuschlagen! Also war das Vergnügen am Waikiki Beach recht kurz... Abends sind wir dann mit Tricia auf eine kleine Kneipentour gegangen, es gab den Liter Bier für 3$, da konnten wir ja nichts falsch machen! Wir feierten also bei Nachos con meat und Mai Tai bis 3 Uhr, bevor wir müde ins Bett gefallen sind!
Der nächste Tag wurde dann ruhiger angegangen, es war mal wieder Zeit für die Hängematte... Schließlich haben wir einen Kartoffel-Käse-Auflauf gemacht und uns mit Tricia an den Strand gesetzt, sie hatte Hähnchenbrust besorgt, die wir zusammen im Hostel zubereitet haben. So stell ich mir da vor, beim Sonnenuntergang ein Bierchen schlürfen und gutes Essen genießen!
Danach mussten wir selbiges beim Liegen in der Hängematte verdauen, dazu ein kühles Blondes genießen und am Shuffle-Board ein neues Spiel kreieren. Heute mittag waren wir etwas Badehosen und Bikinis anschauen und da ist mir eine neue Essenswarmhaltemethode in Imbissshops aufgefallen: Bei einem Asia-Shop habe ich mir gebratene Nudeln mit 2 Sorten Hühnchen bestellt. Das ganze war sehr lukrativ und sah auch nicht soo schlecht aus, also was soll`s, sind ja nur 6$. Ich hatte aber zumindest erwartet, dass es warm ist! Als ich die unfreundliche Ziege darauf angesprochen hat, hat sie schnell alles für 1 Minute in die Mikrowelle gestellt! Normal hätte ich mein Geld zurückverlangen sollen, aber ich hielt mich in Stillschweigen, leider, denn geschmeckt hat es auch scheiße... Wollen wir hoffen, dass mein Magen wenigstens alles verträgt! :) Wir werden jetzt noch bis über`s Wochenende hier bleiben und uns hoffentlich die nächsten Tage mal Pearl Harbor anschauen. Dann geht´s vermutlich nochmal für 3 Tage nach Kailua, dort soll ein feinsandiger Strand sein, einer der 10 schönsten weltweit! Und dann heißt es ja bald schon wieder Abschied nehmen, dann sind die 4 Wochen Hawaii auch schon wieder vorbei! Wir freuen uns aber auch auf die Westküste und die Großstädte, in denen es auch einiges zu erleben gibt - hoffentlich... ;)

Freitag, 25. März 2011

Haleakala, Makawao und Rückflug nach Oahu

Am letzten vollen Tag unserer Inselrundfahrt auf Maui wollten wir nach Besichtigung der Süd-West-Küste und einem ausgedehnten Nachmittag an einem wunderschönen Strand in Kihei auf den Haleakala fahren, einen der ältesten Vulkane der Welt. Er ist 10023 Fuss hoch, was ca. 3055m entspricht. Dementsprechend mühsam und lang war die Auffahrt. Es waren zwar wieder nur 36 Meilen aus Makawao, doch diese zogen sich 2 Stunden lang, da es nur Serpentinen gab, die sich langsam nach oben schlängelten! Und dann kamen wir oben an und mussten feststellen, dass unser eigentliches Vorhaben, die Nacht auf dem Gipfel zu verbringen, um dem grandiosen Sonnenaufgang über den Wolken zu bestaunen, aufgrund des richtig schlechten Wetters ins Wasser fiel! Es regnete, es war so stark bewölkt, dass wir unsere eigene Hand kaum vor Augen sahen - also definitiv keine gute Nacht, um auf dem Fleck der Erde zu bleiben, der am weitesten von Festland überhaupt entfernt ist! Wir waren also so weit abseits vom Festland wie es diesem Planeten nur möglich ist! Cool... :)
Also fuhren wir das Gekurve wieder herunter und vebrachten den Abend auf einem öffentliche Parkplatz in Paia, der Stadt, in der die Tour durch Maui angefangen hat! Vorher waren wir beim Mexikaner essen, es musste endlich mal was anderes als Nudeln sein! Nach der dritten Nacht im Dodge Journey heiß es Auto abgeben, also ab an den Flughafen! Fazit zum Auto-Leih: hat sich definitiv gelohnt! Wir haben noch insgesamt 40$ an Sprit gebraucht, d.h. insgesamt 205$ für 3 Tage im Auto schlafen - wir waren also 5$ billiger als im Hostel schlafen und haben die komplette Insel gesehen! Wir haben dann also unter Auto zurück gegeben und kamen das erste Mal an einen Punkt unserer Reise, wo wir nicht wussten, was wir jetzt machen sollen! Wir wollten eigentlich noch 2 Tage in Makawao bei Paul verbringen, doch ich konnte ihn die letzten 2 Tage per Telefon nicht erreichen! Also standen wir da! Eigentlich war unser Plan, nach Big Island zu fliegen, doch die Flüge dahin waren teilweise unerschwinglich. Kein Wunder, es ist Spring Break und die ganzen Ami`s kommen und machen Urlaub, da kann man die Flugpreise erhöhen! Wir waren gerade dabei unsere Rückflüge nach Honolulu zu buchen, da rief mich Paul zurück! Also Planänderung, Flugtickets für übermorgen kaufen und versuchen, nach Makawao zu kommen! Diese Tramp-Aktion sollte schließlich knapp 3 Stunden dauern, wobei ein paar lustige Fahrten dabei waren! 
Zuerst fuhren wir mit einem polnischen Taxifahrer umsonst nach Paia, von wo wir die Stadt per Fuss in Richtung Makawao durchqueren mussten. An der Straße nach Makawao wurden wir dann von einem deutschen Auswanderer auf der Ladefläche seines Pick-Up mitgenommen, bis zu einer Kreuzung, die in die Kokomo Road führt, unserem Ziel. An der Kreuzung nahm uns dann die dritte und letzte Person mit und wir waren angekommen! Die nächsten 2 Tage standen dann im Zeichen des gemütlichen Schlafens, ein komfortables Bett genießen und Pfannkuchen essen! Ich bin zwischendurch mal nach Makawao-Stadt (ca. 40min zu Fuss entfernt) gelaufen, um Lebensmittel zu kaufen (günstige!? Fehlanzeige...), während Änni sich Grey´s Anatomie gewidmet hat! Doch dann hieß es Abschied nehmen und das vierte Mal innerhalb von 8 Tagen an den Flughafen, der Flug nach Honolulu stand bevor! Wieder mit GO!Mokulele und wieder etwas unruhig, aber erneut gut gelandet! Mit dem Stadtbus gings dann nach Waikiki, wo wir eigentlich in ein Hostel wollten, aber nach einem kurzen Telefonat mit Jordan und Tricia, unseren Hosts vor Maui, die sich mittlerweile getrennt haben (ups!), konnten wir wider Erwarten wieder bei ihnen unterkommen! Juhu! Denn ihr wisst was das heißt!? Korrekt: Tauchen! :) So sollte es am nächsten Tag auch kommen! Zuerst hieß es jedoch frühs meinen kleinen Bruder anzurufen, denn der hatte Geburtstag! Glücklicherweise kam auch mein Paket rechtzeitig in der Heimat an, so dass er sein Geschenk pünktlich auspacken konnte! Doch dann hieß es sich sputen, denn wir gingen gleich mit auf´s Boot, was aber leider nicht von Erfolg gekrönt sein sollte, denn das Steuerruder des Bootes war kaputt und das Schiff ließ sich nicht manövrieren, so dass wir wieder in den Hafen mussten, das Tauchen war also für´s Erste abgeblasen! Aber nur für´s Erste, denn Jordan wollte unbedingt mit uns Tauchen gehen, so dass wir einfach unsere Sachen ins Auto geladen haben und an die Westküste an den Electric Beach gefahren sind. Dort war es ein sehr langer Tauchgang, 62 min am Stück, der allerdings nur auf 10m herunter ging! Aber an alle, die den Film "Into the Blue" (mit der heißen Schauspielerin und dem langweiligen Kerl, gell Alina... :D) gesehen haben: hier ist es wirklich genauso! Die Sonne scheint auf den Meeresgrund, das Wasser ist glasklar, der Sand ist fein und die Fische und Schildkröten schwimmen um dich herum - traumhaft! Außerdem ging hier eine Pipeline eines Windkraftwerkes ins Meer, die Kühlwasser abzapfen und das warme, ungefährlich und unverseuchte Wasser ins Meer pumpen, an deren Öffnung man schwimmen konnte, um sich dann im Strudel des warmen Wassers treiben lassen zu können! Coole Sache, den man wurde durch die Fischschwärme hindurch geblasen! Da wir nur einen Tank hatten und es erst 13 Uhr war, wollten wir natürlich mit diesem angefangenen Tag noch etwas erleben! Da wir schon recht nahe an Northshore, dem nordöstlichen Teil von Oahu, waren, fuhren wir zu einem Strand, der sich Waimea Beach nennt und wo man von einem Felsen ins Meer springen kann. Vorher aßen wir noch schnell ein halbes Hähnchen, das unglaublich lecker war, um gestärkt ins Meer zu können! Am Strand war leider eben jener Felsen aufgrund des starken Wellengangs geschlossen, was aber bedeutete, dass große Wellen auf die Küste steuerten! Und was für welche! Ich hab noch nirgendwo vorher so große Wellen gesehen! 
Da musst du echt "Angst" haben, z.B. wenn du wie ich Body-Surfing versuchst und dann von der Welle mehrfach unter Wasser gedrückt wirst! Da steckt eine Kraft dahinter, das wird einem erst bewusst, wenn du mitten drin steckst und nicht weißt, wann du wieder an die Wasseroberfläche kommst! Aber alles halb so schlimm, das schlimmste ist das Salzwasser, das du schluckst, denn die Zeit unter Wasser ist echt kurz! Und dann geschah noch etwas wunderbares: Nicht weit von der Küste entfernt konnten wir wieder einmal Wale erblicken! Eine ganze Familie, die nach Norden zog und dabei die waltypischen Sprünge zauberte! Und als wir unsere Köpfe unter Wasser steckten und eine Weile ruhig verharrten, konnten wir die Wale sprechen hören, kurze, hohe Töne dienen ihrer Kommunikation. Nach 2 Stunden im Wellenbad waren wir derart erschöpft, dass wir Energie brauchten und uns in Haleiwa ein weltberühmtes, Oahu`s bestes "Matsumoto Shave Ice" holten. 
Diese Art von Eis ist nicht mit dem unseren zu vergleichen, es sieht folgendermaßen aus: In der Pappwaffel befindet sich auf Wunsch unten eine Kugel Vanilleeis, dann kommt ein Berg gefrorenes Wasser, also ganz feines Crushed Ice darauf. Dieses Eis wird mit Sirup deiner Wahl geflutet. Auf die Spitze bekommst du wiederum auf Wunsch einen großzügigen Schuss Kondensmilch. Das Ganze sieht dann zwar ganz lustig aus, aber wenn ich ehrlich bin ist mir ein normales, uns bekanntes Eis lieber, 2 Kugeln in einer essbaren Waffel, das ist ein Eis und nicht so ein künstliches Gepansch! Aber das geht dermaßen gut, ich denke, dass ist eine deutsche Marktlücke - vielleicht mach ich lieber ein Shave-Ice-Geschäft auf! Wir waren davon so vollgefressen, dass wir zur Entspannung unbedingt in einen Whirlpool mussten! Jordan kannte ein Hotel, das Turtle Bay Resort ganz im Norden, das eine öffentliche Bar besitzt und wo man einen kühlen Mai Tai im heißen Wasser schlürfen konnte. 
So hab ich mir den Abschluss eines der besten Tage unserer Reise vorgestellt! Dann ging´s heim und wir brauchten den ganzen gestrigen Tag zum Entspannen! War aber auch echt anstrengend, knapp 90 min in einem Whirlpool zu liegen, da haben wir uns einen ruhigen Tag redlich verdient! ;) Heute heißt es aber, mal wieder on Tour gehen, denn es gibt noch einiges zu sehen! Sobald Tricia von der Arbeit kommt schwingen wir die Hufe und fahren zu Diamond Head, einem alten Vulkan Krater, von dem man einen guten Blick auf Honolulu und besonders Waikiki haben soll, ich bin gespannt! Wie es war, erfahrt ihr demnächst! :)