Den folgenden Tag verbrachten wir mit dem Schlendern durch die Innenstadt und Nutzen des Internets im Hotel Inglaterra. Dort konnte man für 8 Pesos eine ganze Stunde online gehen, wow! Schnell geschrieben, dass es uns gut geht und dass ihr euch mit dem Blog gedulden müsst (ich hoffe ich kann den ganzen Text bald online stellen! :)). Dann haben wir uns noch etwas über Hotels in Varadero erkundet, denn auch wenn das die Touristenhochburg ist, müssen dort die tollsten Strände von ganz Kuba sein – und am Strand liegen hatten wir schon lange nicht mehr! Außerdem gibt es da zur Zeit Angebote, z.B. im Tortuga Villa Resort, 3 Sterne, All inclusive (Getränke rund um die Uhr), 100m vom Ortszentrum entfernt und auch nur einen Block (80m) vom Strand, mit Poolbar und Strandbar für umgerechnet knapp 25€ /Pers./Tag, da kann man nicht meckern! Und dann bekommen wir auch mal was anderes zu sehen, wobei wir auch nicht mehr wirklich scharf darauf sind, was vom angeblich „wirklichen“ Kuba zu sehen. Grund dafür ist, dass wir jetzt schon von mehreren Leuten unabhängig gehört haben, dass es den Menschen hier in Havanna und besonders in Havana Vieja (Old Havana) noch richtig gut gehen soll – dabei meckert doch jeder und die Hauptstadt ist absolut heruntergekommen, wie ist es dann bitte im Rest von Kuba?! Offensichtlich muss es ja in Varadero nicht so schlecht sein, wenn da die ganzen Touris hinfahren, also werden wir das auch mal tun und uns für eine Woche auf die faule Haut legen. Wenn die auch noch Internet hätten, wäre das natürlich ein Traum, aber träumt mal bitte nicht zu viel! Am nächsten Tag ging´s dann mit dem Suchen nach einem Laden, der uns bei unseren Flügen helfen konnte, denn wir werden Kuba dementsprechend auch eher verlassen als wir das geplant hatten. Wir verbringen die Zeit lieber in Mexiko, denn die vier Wochen, die wir bleiben wollten, ziehen sich doch sehr lange. Wir wurden nach über 1 ½ Stunden und dem Besuch von 4 vermeintlichen Läden mit der Info versorgt, dass wir dazu nach Vedado, einem Stadtteil von Havanna müssen. Traf sich gut, denn wir wollten eh altes Chevy-Taxi fahren und wurden auch mit einem grünen Auto-ähnlichen Gefährt sicher ans Ziel gebracht, lustig war es, aber wir werden es wohl noch einmal machen und uns dazu das Taxi aussuchen! :) Mit den Flügen ging´s ruckzuck, 50 Pesos pro Person und wir haben jetzt den 15. Mai reserviert, d.h. wir waren dann 2 Wochen in Kuba, was reichen sollte. Hoffen wir, dass es mit Anschlussflügen auch so einfach und v.a. auch so billig wird. Von da ging es dann weiter nach Viazul, diesmal mit einem gelben Coco Car, ein Roller mit 2 Rücksitzen und kugelförmiger Überdachung, super Teil, sowas bräuchte ich daheim! :) In Viazul war nichts, also wirklich nichts! Nur Wohnungen und für uns die Erkenntnis, dass es auch normale Häuser mit normalen Nachbarschaften und gepflegte Stadtteile gibt, das hatten wir nicht erwartet. Anschließend ging´s mit William Hernandez Diaz weiter zum Plaza de la revolucion, einem der bekanntesten Plätze von Havanna und Kuba schlechthin. War echt interessant anzusehen, wie hier Ernesto „Che“ Guevara und Fidel Castro verehrt und ihnen überdimensional große Monumente an Hauswänden gewidmet werden. Auch der bekannte Turm blieb von unserer Kamera nicht verschont. Nach Ankunft am Capitolio gingen wir noch zu Abend essen im empfohlenen Los Nardos, wo es Paella für Änni und für mich Hähnchenbrust mit Reis gab, lecker und viel. Dazu ein Mojito, uns geht es schon nicht schlecht! :) Heute werden wir uns die Zigarrenfabrik anschauen oder mit dem Touribus durch Havanna fahren, denn es ist unter der Woche und am Wochenende explodieren die Preise immer! Was es da zu sehen gibt, hört ihr im nächsten Bericht! Bis dann, hasta luego amigos
Hi! Schön, dass ihr auf unserem Blog seid! Wir freuen uns über Kommentare, Reise-Tipps und/oder Besuchs-Ankündigungen... :)
Freitag, 6. Mai 2011
Ein Tag in Mexiko-City und Ankunft in Havanna, Kuba
Den letzten Tag in San Francisco verbrachten wir mit dem Suchen von Filmschupläten aus meiner Lieblingsserie Monk. Dabei wurden wir auch fündig, Bilder folgen bzw. gibt´s daheim, wenn ihr brav seid und eure Teller leer esst! Anschließend kochten wir noch etwas zusammen mit Markus, bevor die Zeit gekommen war, ins Bett zu gehen, am nächsten Tag stand der Flug nach Mexiko-City an. Mit der Metro kamen wir zügig zum Flughafen, wo alles problemlos ablief. Auch der Flug war im Vergleich zum letzten United-Flug sehr ruhig, leider gab es wieder kein Essen und wir mussten uns ein Sandwich bestellen. Im Flugzeug erfuhren wir dann von dem neben uns sitzenden Mexikaner, dass die Fluglinie Mexicana seit 10 Monaten dicht ist. Bzw. bankrott gemacht hat. War das nicht die Airline, die uns am Sonntag nach Kuba bringen sollte?! Panik entstand, doch das sollte sich letztlich als Fehlalarm entpuppen, wir fliegen mit den Kubanern. Am Flughafen trafen wir zwei deutsche Mädels aus Freiburg, mit denen wir uns ein Taxi in Richtung Zona Rosa teilten, da war unser NH Hotel. Doch bis wir ein Taxi hatten verging einige Zeit, hier und da immer andere Info´s und dann alles auf spanisch! Doch mit Händen und Füßen und ab und an einem englischsprechenden Mexikaner bekamen wir alles auf die Reihe. Im Hotel wurden wir freundlich empfangen und bekamen unser bereits gebuchtes Doppel-Doppelbett-Zimmer, wir hatten also viel Platz! :) Wir wollten dann noch unseren Hunger stillen und machten uns auf die Suche nach einem typischen mexikanischen Restaurant. In einer Nachbarstraße wurden wir fündig und aßen eine Suppe (Spezialität des Hauses) und 3 Flautas für insgesamt 110 Pesos, ca. 7€ inkl. zwei Getränken. Danach nur noch in die großen Betten und für morgen fit sein, wollten in dem einen Tag natürlich so viel sehen wie möglich. Nach einer unruhigen Nacht und einem exzellenten Frühstück stand die Rundfahrt mit dem Turibus an, wir hatten uns dafür entschieden, denn der beinhaltete alle unseren ausgewählten Ziele: Zocalo, Cathedrale de la Metropolitana und das Momentum de la Independica, dem Engel der Unabhängigkeit. Es war auch wirklich interessant und wir konnten in dem über 5 stündigen Sightseeing-Marathon viel sehen, was es im Centro Historico an Gebäuden zu sehen gab. Natürlich wäre hier und da noch das und jenes zu sehen gewesen, aber zum einem muss man es ja nicht übertreiben und zum anderen hätten wir weit mehr als einen Tag gebraucht. Außerdem wollten wir ja auch noch den Luxus in unserem Hotel genießen, was wir nach Ankunft auch sofort auskosteten. Duschen, Fernseh schauen, um die Ecke wieder günstig was essen gehen und nicht die dreckige Luft einatmen, die hier zur Verfügung steht. Ich konnte teilweise gar nicht richtig atmen, so schlimm war das! Dann hieß es packen und früh raus, wir mussten um halb 7 mit dem Taxi Richtung Flughafen. Dort mussten wir uns als erstes noch um unser Visum kümmern. War auch kein Akt, es wurde vor dem Check-In angeboten, lediglich die Bezahlung sollte sich dann als Problem darstellen: alle Geldautomaten gaben uns kein Cash, wir hatten keine mexikanischen Pesos mehr in der Tasche, die Situation schien aussichtslos. Dann wurde auch noch der Schalter geschlossen, wir dachten schon, wir müssen in Mexiko bleiben! Irgendwie habe ich dann doch geschafft, sie zu überzeugen, mit unserem Restgeld an Dollars bezahlen zu können, was letztendlich auch möglich war. 38$ und 2€, es war möglich nach Kuba zu fliegen. Nach dem ruhigen Flug kamen wir bei karibischen 28°C und drückender Schwüle in Havanna an und wurden gleich dreimal kontrolliert. Immer wollte jemand unseren Pass sehen, bis ihn eine Polizisten an sich nahm, wir würden ihn am Ausgang wieder bekommen. Also Gepäck holen und nach der letzten Kontrolle und dem Aushändigen unseres Passes standen wir auf kubanischen Boden. Ein Privat-Taxi fuhr uns dann nach Havanna, wobei wir bis auf den Namen der Straße und der Casa nichts wussten. Es sollte sich als Tortour herausstellen, bis wir endlich die richtige Unterkunft gefunden hatten. Völlig erschöpft und dehydriert kamen wir dort an, wurden aber sehr herzlich empfangen und bekamen auch ein Glas Wasser. Nach einem kurzem Nickerchen ging´s noch einmal kurz in die Stadt, wir hatten Hunger und bekamen in gebrochenen Englisch und mit unseren paar Wörtern Spanisch erklärt wo es gut sei. Wir fanden etwas anderes und konnten uns für 25 kubanische Pesos (ca. 25$, ~ 18€) zwei Hauptgerichte, 2 Colas, 2 Mojitos und einen Cuba Libre genehmigen, war also ganz angenehm. Den heutigen Tag begannen wir mit Haareschneiden und dem Waschen meiner Wäsche, ich hatte nichts mehr zum Anziehen. Wir machten uns dann auf den Weg in Richtung Meer (kein Baden...), wobei wir auf halbem Weg von einem kubanischen Pärchen abgefangen wurden mit dem Hinweis auf Freikarten für eine abendliche Show. Wir sind ja nicht allen Menschen unaufgeschlossen gegenüber, wirklich nicht, also haben wir uns das ganze angehört und ließen uns in einer Bar auf einen (schlechten) Mojito überreden. Ende vom Lied war dann, dass wir alle 4 Mojitos bezahlen durften, quasi als Gegenleistung für die Tickets, die lediglich unsere Namen auf einem Blatt Papier waren. Da wir keinen Ärger wollten, haben wir bezahlt, ich hab den beiden noch erzählt, dass sie sehr unfair sind und wir sind gegangen, ohne sie eines Blickes zu würden. Das hat den beiden anscheinend auch nicht gepasst, tja, ihr macht Kuba schlecht... Nach Fortsetzen der Runde sind wir den gleichen Weg auch noch einmal zurück gegangen, hätten wir sie noch einmal gesehen, ich hätte ihnen was erzählt! Aber auch hier sind nicht alle Menschen gleich, von daher hat sich die Laune auch schnell wieder gebessert, wir lassen uns doch unseren Aufenthalt von so zwei Affen nicht verderben – wir werden hier nur keine Ratschläge von der Straße mehr annehmen, sorry... Wir sind anschließend noch ein bisschen durch die engen Gässchen geschlendert und waren schließlich am Museo del Ron, dem Museum, das zeigt, wie der Havanna Club Rum hergestellt wird. Im Eintrittspreis von 7 Pesos war eine kurze englischsprachige Tour und das Verkosten von 7-jährigem Rum inklusive. Danach war auch die Stimmung wieder deutlich angenehmer! :) Beim Bäcker gab es einen kleinen Snack und im Supermarkt viel Wasser, wir schwitzen hier ungemein. Jetzt liegen wir etwas auf dem Bett, bevor wir später nochmal weggehen, um etwas zu Abend zu essen – das Benutzen der Küche wäre nämlich noch 5 Pesos am Tag! Nein danke, dafür können wir ja fast beide was essen... ;)
Dienstag, 3. Mai 2011
Mexiko-Stadt und Ankunft in Kuba (Schnell-Version)
Hallo ihr Lieben,
leider laesst das (kaum vorhandene) Internet keine grossen Berichte zu, deshalb auch nur so viel:
Mexiko-Stadt war schoen und auch nicht wirklich gefaehrlich, hatten keine Angst, auch abends durch die Strassen zu gehen zwischen Hotel und Restaurants. Haben uns viel angeschaut, ein ausfuehrlicher Bericht folgt (vielleicht kann ich nur den (bereits geschriebenen) Text hochladen, mit Bildern muesst ihr euch leider gedulden. Sind dann gut in Kuba gelandet und nach einer verrueckten Fahrt endlich in die Casa gekommen. Soweit ist Havanna auch echt schoen und karibisch (v.a. das Wetter), doch die Armut ist hier ueberall zu spueren (haben auch schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht...) und man merkt, dass die Leute hier sehr auf die Touris angewiesen sind. Mehr dazu auch in hoffentlich naher Zukunft! :)
Wir wollten euch und v.a. unseren Familien auch nur sagen, dass es uns gut geht und dass wir alles tun werden, um euch an dieser Reise auch weiterhin teilhaben zu lassen! In diesem Sinne auch Danke fuer die Kommentare und bis bald!
Hasta luego del La Habana,
Euer Sven und eure Aenni :)
leider laesst das (kaum vorhandene) Internet keine grossen Berichte zu, deshalb auch nur so viel:
Mexiko-Stadt war schoen und auch nicht wirklich gefaehrlich, hatten keine Angst, auch abends durch die Strassen zu gehen zwischen Hotel und Restaurants. Haben uns viel angeschaut, ein ausfuehrlicher Bericht folgt (vielleicht kann ich nur den (bereits geschriebenen) Text hochladen, mit Bildern muesst ihr euch leider gedulden. Sind dann gut in Kuba gelandet und nach einer verrueckten Fahrt endlich in die Casa gekommen. Soweit ist Havanna auch echt schoen und karibisch (v.a. das Wetter), doch die Armut ist hier ueberall zu spueren (haben auch schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht...) und man merkt, dass die Leute hier sehr auf die Touris angewiesen sind. Mehr dazu auch in hoffentlich naher Zukunft! :)
Wir wollten euch und v.a. unseren Familien auch nur sagen, dass es uns gut geht und dass wir alles tun werden, um euch an dieser Reise auch weiterhin teilhaben zu lassen! In diesem Sinne auch Danke fuer die Kommentare und bis bald!
Hasta luego del La Habana,
Euer Sven und eure Aenni :)
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