Sonntag, 10. Juli 2011

New York, the Big Apple und viel Shopping

Hallo aus New York City! Wir sind nun seit 3 Tagen in New York und haben uns bei unserer pakistanischen Gastfamilie hier in Brooklyn so richtig gut eingelebt. Wir werden hier von oben bis unten verwöhnt, werden bekocht (weil die Mutter ja dann auch unsere Mutter ist) und müssen das sehr leckere pakistanische Essen genießen. Den ersten Tag nach unserer Ankunft haben wir uns früh aus dem Bett gemacht, es gibt ja schließlich einiges zu sehen. Mit der Metro dauert es knapp 45min nach Manhatten, es ist also nicht zu weit außerhalb! Zuerst haben wir uns die Sehenswürdigkeiten in Lower Manhatten angesehen: über Chinatown ging es zum Ground Zero (wo gerade der Freedom Tower gebaut wird), zur Wall Street inklusive NY Stock Exchange, mit der (kostenlosen) Staten Island Fähre nach Staten Island, um einen tollen Blick auf den Big Apple und die Freiheitsstatuue haben zu können, kurz am Macy´s vorbei und anschließend auf den Times Square. 
Zwischendurch viel laufen, den Stier im Bankenviertel betrachten oder auch einfach nur die Eindrücke dieser Riesenstadt auf sich wirken lassen. Manhatten ist schon nicht schlecht und auch relativ grün! Mit der Metro kann man annähernd überall hinfahren, wobei wir es vorzogen, (hauptsächlich) am Broadway entlang zu gehen.
Es ging zum Times Square, einer der Plätze in NYC, die man gesehen habe sollte. Es blinkt, leuchtet, glitzert überall und wimmelt nur so von Menschenmassen - und wir mitten drin! :)
Nach knapp 10 Std. waren wir dann aber auch bedient, zumal uns der letzte Stop, ein Levi´s Laden, noch einmal so richtig Energie gekostet hat! Eigentlich wollten wir nur kurz hinein schauen, denn "Sale" hört sich doch immer gut an. Und ja, wir wurden fündig, Jeans für 40$ und dann nochmal 50% drauf, sorry, aber da müssen wir zuschlagen. Habe auch eine Hose gefunden, die tatsächlich nur noch 12,50$ gekostet hat - sowas findet man bei uns in Deutschland nirgendswo! Wir kamen dann gegen 20.30h daheim an und die Mutter wartete schon mit dem Abendessen auf uns. Wir können auch gar nicht anders, als mit essen, es ist so Tradition und das bekamen wir gleich von Anfang an gelernt. Auch der Abwasch ist Frauensache, so dass wir, nachdem ich mich diesbezüglich betätigt hatte, zu hören bekamen, dass ich das aber nicht noch einmal machen sollte, da ich sonst noch einmal essen muss, um die Teller wieder schmutzig zu machen - hm, ok... ;)
Abends haben wir uns noch die Brücke nach Staten Island angeschaut und einen Freund von Nabeel kennengelernt, mit dem wir eine Wasserpfeife geraucht haben (juhuu!!!). Am nächsten Tag wollten wir eigentlich wieder Sightseeing machen, doch der Regen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da wir unmöglich draußen laufen konnten, wir waren im Stadtteil Soho unterwegs, zogen wir es vor, die Gebäude von innen zu betrachten, was darin endete, dass wir von einem Geschäft ins nächste gingen. Und auch hier und da wurden wir fündig, u.a. wieder in einem Levi´s Store (meine Mama hat gesagt, ich soll mir ganz viele Jeanshosen kaufen... ;) ), damit Änni auch mal zuschlagen konnte - und auch hier gab es teilweise wieder 50%, die Hosen sind echt scheiß billig! Anschließend waren wir in einem Quiksilver-Store, wo ich endlich in den Genuss meiner Lieblingsbadehose kam, da mit der nette Verkäufer, zusätzlich und ohne wirklich ersichtlichen Grund, 50% auf meinen Artikel gab, danke! Ferner staubten wir auch noch einen Baseball ab und ließen uns den warmen Sommerregen über die Nasen laufen. Wir wollten aber dennoch etwas kulturelles tun und haben uns für einen Besuch des MoMA entschieden, des Museum of Modern Art. 
Dort kamen wir in den Genuss eines Picassos, eines van Goghs und auch jeder Menge "Schrott" (sorry, "Kunst"...), die darin bestand, dass z.B. ein Beton-Fleck auf dem Boden war, der auch von mir hätte stammen können oder eine Schaufel von der Decke hing. Irgendwie hat uns das nicht umgehauen, wirklich nicht, aber es war glücklicherweise Freitag Abend und somit war der Eintritt frei! Abends gingen wir Türkisch essen (die Familie ist nur halal Essen), wobei wir wieder nichts bezahlen mussten, bzw. durften. Zum Abschluss fuhren wir nach Brooklyn Heights, einem sehr teuren, aber auch sehr geilen Stadtteil von Brooklyn, mit herrlichem Block auf die nächtliche Skyline von Manhatten und die Brooklyn-Bridge.. 
Für den gestrigen Samstag stand die Fahrt in die 60 Meilen nord westlich gelegen Woodbury Outlet Mall an,  er wollte uns eine weitere Möglichkeit des Geldausgebens bieten, was er dann auch geschafft hat. In allen Läden fanden wir nicht wirklich was (es gab kein Quiksilver, Billabong, etc. also unsere Läden), aber wir wurden dann dennoch in zwei ;Läden fündig. Einen davon könnt ihr bestimmt erraten!? Richtig, Levi´s! Doch diesmal haben wir hauptsächlich für unsere Family`s eingekauft, aber was sollte ich machen: 8 Jeans für 165$, d.h. eine Jeans für 20,50$, billiger geht es nicht! Ahh, ich werd noch verrückt vor lauter Jeanshosen hier im Zimmer! Und da nebenan noch ein Fossil-Uhren-Laden war, hab ich mich da auch noch etwas ausgetobt und noch zwei Uhren gekauft. 
Zwischendurch gab es Reis mit Hähnchen, das die Mutter daheim gekocht und mitgenommen hatte, und einen Kaffee beim Starbucks, den endlich einmal wir bezahlen durften. Es macht echt richtig viel Spaß mit unseren pakistanischen Freunden und sie haben uns auch angeboten, jederzeit nach New York zurückkommen zu können, um sie zu besuchen. Die Mutter hat auch schon gefragt, wann wir denn das nächste Mal kommen, um sie zu besuchen! :) Da auch die angekündigten Couchsurfer nicht kommen werden, können wir bis zum Ende unseres New York - Aufenthalts hier bleiben und müssen uns keine andere Bleibe mehr suchen, was der Anzahl unserer Shopping-Tüten nur entgegenkommt. Mal sehen, ob heute noch ein paar Taschen hinzukommen, denn es geht jetzt gleich ab in die Stadt, wo (hoffentlich wieder) Sightseeing auf dem Programm steht! :)

Donnerstag, 7. Juli 2011

Harvard University und das Independence Weekend bei Matt

Mein Gott, eine Woche seit den letzten Blogeintrag, es tut uns wirklich sehr leid, aber es war einfach nicht früher machbar! Wir haben ein langes und hartes Independence Day Weekend hinter uns, dass allerdings auch dementsprechend schnell vorbei war. Doch bevor wir nach Fairfield, Connecticut, zu unserem Freund Matt, fuhren, hatten wir noch zweieinhalb Tage in Boston.
Zunächst wollten wir uns die Harvard University anschauen, die ja bekanntlich zu einen der Besten weltweit gehört. Bedauerlicherweise musste ich feststellen, dass es sich nicht wirklich um einen Campus, so wie man ihn aus US-Filmen kennt, handelt, sondern eher um eine Ansammlung verschiedener Gebäude, die durch die ein oder andere normale Straße getrennt wurden. Beim Wohnkomplex gab eine große Grünfläche, das war es aber auch schon.
Ferner liegt die Universität in einem nahegelegen Stadtteil, Cambridge, der ähnlich wie Berlin, einen sehr alternativen und doch sehr lebhaften Charme versprüht. Nachdem Yang´s Unterricht ausgefallen war, schloss sie sich uns an, um noch ein wenig durch die Läden zu schlendern, auf der Suche nach einem kleinen Erinnerungsstück, was aber nicht von Erfolg gekrönt sein sollte, denn entweder waren diese Erinnerungen teuer oder sahen hässlich aus oder wären zum Transportieren einfach nur sehr unhandlich gewesen. So gingen wir danach einkaufen und bereiteten ein leckeres Abendessen zu, wobei wir, ganz nach amerikanischer Art, mit dem Taxi vom Wholefoods nach Hause fuhren – Yang wollte es so, schließlich hatte sie sich zwei große Melonen gekauft. Nach Inglorious Bastards war der Tage zu Ende und es stand der letzte Tag in Boston auf dem Programm. Nur ein wenig Schlendern durch Commenwealth Ave, da gab es einen Forever 21 und somit etwas zu ergattern für Änni.
Mit zwei Kleidern im Gepäck ab auf den Nachhauseweg und Sachen packen, am nächsten Morgen ging es schließlich zu unserem Australien-Reisepartner. Nach der Verabschiedung von Yang, die mit Wehmut verbunden war, da wir wirklich eine super Zeit mit ihr hatten, ging es mit dem Bus zunächst nach Hartfort, warten auf den Anschlussbus, dann nach New Haven (Sitz einer anderen weltbekannten Uni: Yale University) und schließlich mit dem Zug, dem North Metro Railway, nach Fairfield. Nächster Stop: Matt, Party-Weekend! Wir wurden sehr herzlich empfangen von ihm und seinen WG-Kollegen, Dave und Rich.
Die Zelte schlugen wir in Matt´s Zimmer auf, denn auf dem Wohnzimmersofa sollte immer ein weiterer Gast, Drew, Platz zum Schlafen finden. Wir waren noch nicht richtig angekommen, da wurde uns auch schon der Plan für den Abend vorgelegt: Stonebridge, eine Art Club und Kneipe in einem, an einem Fluss gelegen, sehr schön dort. Mit Eric und Britney fuhren wir dahin, um uns über alles mögliche zu unterhalten und mussten feststellen, dass es einem so vorkommt, als wäre man nie getrennt gewesen und würde immer noch weiter reisen. Dabei sind 4 Monate vergangen seit unserem letzten gemeinsamen Tag in Cairns, Australien! Wir ließen die Korken knallen und der/die ein oder andere auch die Kloschüssel in der Nacht – und das sollte erst der erste Abend gewesen sein! ;) In den frühen Morgenstunden ging es wieder Richtung Heimat, wo uns ein kurzer Schlaf bevorstand, denn es ging an den Strand.
Doch trafen wir noch weitere Freunde, die uns allesamt herzlich empfingen und ihren Teil zu einem schönen Wochenende beitrugen. Dort wurde auch ausgemacht, dass wir uns später bei Cara treffen würden, einer Freundin von Matt, um zunächst etwas im Haus zu feiern und anschließend in eine benachbarte Kneipe gingen. Auch dort wurde uns von (für uns) Fremden Schnaps offeriert, mit der Begründung „ihr seid doch Matt`s Freunde aus Deutschland“ - nach wenn das mal kein Grund zum, Trinken ist. Außerdem spielten wir Bier-Pong, Tischtennisbälle in mit Bier gefüllte Becher schmeißen, bei einem Treffer leer trinken und schneller sein als der Gegner. Leider hatten Mike, der unbedingt mit mir spielen wollte, was ich sehr gut fand, nicht das nötige Wurfglück (er traf einen Ball von geschätzten 837!), so dass wir verloren und urplötzlich ganz schön viel Bier in uns hatten, na das sollte ja noch lustig werden... In der Kneipe wurde heftig getanzt, bevor uns die Inhaber schließlich rausschmissen, es schien schon spät zu sein. Wieder stand eine kurze Nacht bevor, denn wir hatten vor wenigen Stunden die Tagesgrenze zum 04. Juli überschritten und befanden uns somit schon im Independence Day. Und soweit ich gedacht hatte, sollte ja hier die eigentlich Party starten, na dann Prost!
Am nächsten morgen wachten wir gegen 11Uhr total verkatert auf, um uns für den neuen Partyabend zu stärken gab es erstmal ein großen Kaffee und Cornflakes. Am nachmittag ging es dann zu ein paar Freunden von Matt. Im Garten und im Haus war schon alles für die Party vorbereitet und natürlich stand auch wieder ein großer Tisch für das beliebte Spiel Bier-Pong bereit. Später am Abend waren Ich und Mike klar auch wieder am Tisch versammelt und gaben unser bestes, dieses mal waren wir sogar nicht auf dem letzten Platz. :) Den ganzen Abend über gab es wieder reichlich Schnaps (neuester Trend aus Amerika: Gelatine mit Wodka). Änni wartete vergeblich auf die Hamburger, die ihr Matt versprochen hatte, deswegen merkte man ihr sehr früh an, dass sie ein ziemlich breites Grinsen im Gesicht hatte. :) Mike erzählte mir am Abend, dass er ein Schlagzeug und zwei Gitarren im Keller stehen hatte, weswegen wir beschlossen, eine kleine Jam-Session zu veranstalten. Das war dann so lustig, dass wir am Schluss viele Zuschauer hatten und Matt sogar die Mundharmonika in die Hand nahm und damit durch den ganzen Raum gesprungen ist :) Natürlich war Änni auch dabei und hat alles auf Video festgehalten.
Als kleines Highlight lag im Garten ein großes Stück Plastikfolie mit viel Spülmittel und Wasser darauf. Da sich bis zum späten Abend noch keiner traute darauf zu rutschen, entschied Matt damit anzufangen! Er versuchte sich ein paar mal und natürlich konnte Rich dabei nicht fehlen, die beiden gaben wirklich ein lustiges Bild auf der Plastikfolie ab. :) Gegen 4 Uhr waren wir alle ziemlich am Ende, da am nächsten Tag auch der Besuch bei Matt´s Eltern stattfand, beschlossen wir ins Bett zu gehen. Gegen 10:30 Uhr machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg. Die Fahrt nach Portland zu seinem Vater und seiner Stiefmutter dauerte ungefähr 1 Stunde, Änni bekam von der Fahrt nicht viel mit, nach 10min ist sie auf dem Rücksitz eingeschlafen. Es war wirklich sehr schön bei seinem Vater und seiner Stiefmutter, die beiden waren sehr nett und wir haben uns gut mit Ihnen auf ihrer Terrasse unterhalten. Wir wollten gerne noch länger bleiben, aber wir mussten weiter nach Middletown zu seiner Mutter. Die ganze Verwandtschaft war versammelt um uns kennenzulernen, seine Großeltern , die Tante und sein Bruder saßen schon gespannt auf dem Sofa. Wir fühlten uns ab dem ersten Moment wie zu Hause. Matt´s Familie war so nett zu uns und sehr neugierig auf Deutschland und unsere Reise. Nach einigen Snacks gab es dann Mittagessen. Es war so lecker, es gab Lasagne, Maiskolben und Salat. Das war natürlich noch nicht alles, als Nachspeise gab es Obstkuchen, Erdbeeren mit Schokolade überzogen und Erdnussbutter mit Schokolade. Wir waren total voll gefressen. :)
Als nächstes standen Matt´s Freunde auf dem Programm. Diese treffen sich jedes Jahr bei einem Freund am Haus, was man aber nicht Haus nennen kann, denn es war eher eine Villa mit Pool und einem Garten, der so groß ist wie ein ganzes Fussballfeld. Wir haben den ganzen Tag abwechselnd Volleyball gespielt und sind in den Pool gesprungen. Natürlich darf der Grill mit Sparrips und Hamburgern bei den Amis nicht fehlen. Am Abend waren wir noch mit Matt´s WG-Partnern auf dem Sofa gesessen und haben gequatscht, bevor der gestrige Tag zum Relaxen genutzt wurde, während die anderen auf der Arbeit waren. Ein Teil seiner Freunde kamen dann auch extra noch einmal vorbei, um sich zu verabschieden, darunter natürlich auch Mike, der sogar eine Blutblase am Finger vom vielen Drummen davon getragen hat. Dass sie wirklich nochmal vorbeigeschaut haben, hat uns wirklich sehr gefreut und gezeigt, dass wir willkommen waren und gerne auch wieder kommen dürfen, was wir vielleicht sogar tun werden. Heute hieß es dann leider Abschied nehmen von Matt, Rich und Dave, nach einem viel zu kurzen (5-tätigen) Wochenende, es fiel uns nicht leicht! Doch wir konnten uns auch auf den nächsten Stopp freuen: New York City! Ich hab auf den letzten Drücker noch eine Couch bei einer pakistanischen Familie in Brooklyn ergattern können, so dass wir da jetzt bis Sonntag bleiben und die Stadt erkundigen können. Mit der U-Bahn braucht man lediglich 40 min bis nach Manhatten, von daher also noch im Rahmen und nicht zu weit außerhalb. Außerdem ist die Familie (Mutter, Tochter, Sohn) so nett, sie kochen uns gerade pakistanisches Essen! Mal sehen wie das schmeckt und was wir dann heute noch so anstellen! Wir müssen die Zeit nutzen, denn in 15 Tagen geht es heim zu euch! :)

Mittwoch, 29. Juni 2011

Washington DC, Fahrt nach Boston, Freedom Trail

Es wären noch so viele Museen in Washington DC anzuschauen gewesen, aber irgendwie hat uns das nicht mehr gereizt. Überall wo wir uns umgehört haben, hieß es: "macht auf jeden Fall das American History und dann würden wir ins Air und Space...". Im ersten waren wir, wie berichtet, im zweiten waren wir auch, hat uns aber beileibe nicht so gut gefallen wie das erste, so dass wir nach nicht einmal 45min wieder draussen waren. Es kostet ja keinen Eintritt, so dass man einfach gehen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Wir haben dann auf die übrigen Museen verzichtet und haben die Zeit beim Relaxen oder dem einfachen, gemütlichen Schlendern durch die Innenstadt verbracht. Waren hier mal shoppen, da mal ein Handy anschauen. Ein neues Handy habe ich mir dann übrigens auch bestellt, mal sehen ob das hier auch seinen Zweck erfüllt, ich denke schon! ;) Wir sind noch ein bissche U-Bahn gefahren, haben uns andere Stadtteile anschaut, haben im Hostel lecker gekocht, mich zweimal von Eichhörnchen attackieren lassen, die Abende mit den anderen im Hostel verbracht oder auch einfach mal nur schlafen gegangen.
Jedenfalls haben wir uns dafür entschieden, es ruhig angehen zu lassen und nicht unbedingt mehr immer alles sehen zu müssen - sonst hätten wir für die restlichen, gefühlten 12000 Museen auch noch eine ganze Weile in DC bleiben müssen! So ging aber am Montag morgen der (Mega-)Bus nach Boston, 9.05h Abfahrt vom (ziemlich weit entfernten) Parkplatz, zu dem wir ca. 25min unser mittlerweile sehr schweres Gepäck schleppten. Die Fahrt war nicht weiter spektakulär, es ist vielleicht lediglich erwähnenswert, dass in dem Bus W-Lan zur Verfügung stand, was uns die 9 1/2 Stunden nicht ganz so langweilig machte. Es war aber schon eine beschissen lange Busfahrt, ohne wirkliche Pause, einfach durch.
Um halb 7 abends waren wir dann wie geplant in Boston, South Station, mussten aber in Richtung Back Bay, da hier Yang uns kurzfristig einen Platz auf ihren Sofa angeboten hat, Couchsurfing sei Dank. Sie studiert für 2 Monate in Harvard, kommt aber eigentlich aus Bern, Schweiz. So können wir auch mal wieder länger Deutsch reden, was echt angenehm ist. ;) Mit der U-Bahn ging es dann in besagte Region und nachdem wir uns einmal am falschen Haus vorstellten (ich hatte in den Hausnummern einen Zahlendreher...), kamen wir dann auch endlich und erschöpft bei unserer Schlafgelegenheit an. Da wir alle großen Hunger hatten, ging´s nochmal raus nach Chinatown, wo wir gemütlich bei einem Taiwanesen etwas aßen und dann zuhause ins Bett fielen.
Wir schliefen super, was gut war, denn wir hatten einen aufregenden Fussmarsch vor uns: wir wollten den kompletten Freedom Trail, ein Weg, der an verschiedenen Sehenswürdigkeiten entland, quer durch die Stadt führt. Nachdem wir uns erst einmal ordentlich verlaufen hatten, da wir uns die Parkanlagen am Ufer anschauen wollten, und schon die Hälfte des Weges hinter uns hatten, fanden wir dann doch den Startpunkt, der ganz in der Nähe unseres Apartments lag. Naja, hatten wir immerhin schon ein bisschen was gesehen und das Spazieren gehen um Ufer war ja auch nicht schlecht. Wir haben uns noch schnell eine Karte besorgt, auf der der Freedom Trail abgebildet war, bzw. die zu nehmende Route und machten uns auf den Weg für die nächsten (offiziell) 4 Kilometer. Da wir mehrere Abstecher (AT&T, H&M, etc) machten, und zwischendurch auch einen leckeren Kaffee und eine heiße Schokolade schlürften, dauerte es knapp 5 Stunden, bis wir die Strecke von Boston Common bis zum Bunker Hill Monument zurückgelegt hatten. Zwischendurch haben wir noch einer Straßentänzer-Gruppe aus Brooklyn und einem Artist zugeschaut, die ihre Künste auf offener Straße zeigten. Es gab auf unserem Weg viele schöne Flecken zu betrachten und auch Boston an sich ist eine sehr schöne Stadt.
Es gefällt uns hier sehr gut und wir wohnen in einer exklusiven Wohngegend, also alles in allem echt toll! Leider haben wir nur 4 Tage insgesamt, und 3 Tage für Sightseeing, da wir am Freitag weiter in Richtung Matt fahren, so dass wir die Tage intensiv nutzen werden und auch heute wieder in die Stadt aufbrechen. Auf dem Programm steht die Harvard University, die hier nur ein paar U-Bahn-Stationen entfernt ist und auf die ich mich persönlich sehr freue, schließlich ist das eine der Top-Unis weltweit. Soll ein riesiges Areal sein, das in Cambridge von der Uni eingenommen wird, mal sehen, wie lange es dauert, alles abzuklappern. Das Wetter scheint auch einigermaßen mitzuspielen, hoffen wir dass es so bleib und ein paar schöne Bilder dabei herauskommen! :)